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Билет 48(а)

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Hinsichtlich der semantischen Analyse fällt folgendes ins Auge: im Wortschatz der Sprache sind verschiedene Wortgruppen vorhanden, die semantisch miteinander verbunden sind. Entweder nähern sie sich einander in ihrer Bedeutung, oder sie entfernen sich weit voneinander. In Hinsicht auf diese gegen­seitigen Beziehungen der Wörter zueinander lassen sich vier Wort­gruppen unterscheiden:

Synonyme — Wörter und Wortverbindungen, deren Bedeutungen zusammenfallen oder nah sind;

Antonyme — Wörter und Wortverbindungen mit entgegengesetzten Bedeutungen;

Homonyme — Wörter und Wortverbindungen mit gleicher Form und völlig verschiedenen Bedeutungen;

Wortfamilien — Wörter und Wortverbindungen, die durch die ihnen zugrunde liegende Wurzel semantisch verbunden sind.

Unter Synonymen (grch. synsnymos 'gleichnamig') verste­hen wir sinnverwandte Wörter mit verschiedener lautlicher Form und gleicher oder ähnlicher Bedeutung, die einen und denselben Be­griff oder sehr ähnliche Begriffe ausdrücken. Der Gemeinschaft der Synonyme liegt also die Gemeinschaft von entsprechenden Be­griffen zugrunde, die gleiche wesentliche Merkmale von Gegenständen, Erscheinungen und Vorgängen widerspiegeln, z. B. sich verbeugen und sich verneigen, Feuer und Flamme.

Die Betrachtung der Synonyme zeigt aber, dass Wörter und Wort­verbindungen, die als synonymische betrachtet werden können, ausser der Gemeinschaft (общностü) des Hauptmerkmals auch ver­schiedene Nebenmerkmale besitzen, die oft nicht zusammenfallen und zuweilen sogar verschieden sind. Für das Verstehen und die richtige Anwendung der Synonyme ist auch das, was in ihnen verschieden ist, von grosser Wichtigkeit.

Synonyme unterscheiden sich voneinander: a) durch Schattie­rungen der Bedeutung, z. B. schnell drückt nicht ganz dasselbe wie

hastig aus (hastig bezieht sich nur auf Menschen); b) durch verschiede­nen kontextuellen Gebrauch — nicht immer lassen sich ledig, los und frei gegenseitig ersetzen; c) durch stilistische Färbung, z. B. fressen, essen, speisen, wo essen neutral, fressen grob, speisen gehoben gefärbt sind.

Die Synonyme der deutschen Sprache sind verschiedenartig. Alle Synonyme lassen sich in zwei Gruppen einteilen: in vollständige und unvollständige.

Unter vollständigen Synonymen verstehen wir solche Wörter und Wortverbindungen, die ganz gleiche dingliche Bedeutungen haben, d. h. die einen und denselben Begriff ausdrücken, im beliebigen Kontext einander ersetzen können und stilistisch neutral gefärbt sind: Augenlid und Lid; Schi (Ski), Schneebretter, Schnee­schuhe.

Die meisten Reihen vollständiger Synonyme bestehen aus Wör­tern deutscher und fremder Herkunft: Augenblick — Moment, Rund­funk — Radio, Uraufführung — Premiere, Ergebnis — Resultat, Bahn­steig — Perron, Aufzug — Fahr stuhl — Lift, drahten — telegraphie­ren u. v. a.

Viel seltener gibt es Synonymenreihen, die nur aus deutschen Wörtern bestehen; manche von ihnen sind wahrscheinlich ursprüng­lich auch dialektaler Herkunft, wie Spatz — süddeutsche Koseform von nihd. spar (Sperling) — und Sperling. Aber jetzt, in der modernen Sprache werden beide Wörter als gemeindeutsche aufgefasst.

Die Analyse vollständiger Synonyme erweist, dass diese vor allem eindeutige Wörter, hauptsächlich Fachausdrücke umfassen. Die meisten Synonyme dieser Gruppe sind auf Grund der entlehnten, vor allem der internationalen Lexik entstanden. Eben deswegen sind vollständige Synonyme deutscher Herkunft nicht zahlreich; ausser Termini, die meistenteils fremdsprachiger Herkunft sind, gibt es nicht viele eindeutige Wörter in der Sprache. Ausserdem spielt hier auch der Umstand, dass die Sprache eigentlich keine völlig gleich­bedeutenden Wörter duldet, eine ziemlich grosse Rolle Die zweite, viel zahlreichere Gruppe, ist die der unvoll­ständigen Synonyme. Unter den unvollständigen Syno­nymen verstehen wir solche, die sich nicht völlig decken, da sie ausser den gemeinschaftlichen Hauptmerkmalen auch verschiedene Nebenmerkmale besitzen. Sie unterscheiden sich voneinander auf irgendeine Weise entweder durch Nebenschattierungen der Bedeutung oder durch besondere stilistische Färbung oder durch den Gebrauch. Dementsprechend zerfallen sie in ideographische und stilistische Synonyme.

Ideographische Synonyme sind Wörter und Wort­verbindungen, die eine und dieselbe nominative Bedeutung besitzen, aber sich voneinander durch verschiedene Nebenbedeutungen und durch die Besonderheiten des Gebrauchs unterscheidenDas Wort ledig kann z. B. einerseits als Synonym zu den Wörtern tos, frei und andererseits als Synonym zum Wort unverheiratet aufreten (siehe S. 215).

Ideographische Synonyme sind also nicht gleichartig, sie glie­dern sich in unabhängige und kontextuale.


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